Interventionsvorbereitungen

Matten1 DSCN5112Unser Eröffnungstermin ist nun zum Greifen nahe!

Für die textile Installation in der Mitte der Interventionsfläche brauchen wir Matten, die uns freundlicherweise das Ev. Mörike-Gymnasium in Stuttgart zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

 

Leider passten die schweren Turnmatten nicht so ganz in den Dienstwagen. Da aber auch keine Schnur zur Hand war, musste die Heckklappe irgendwie geschlossen werden. Die Kollegen stifteten Schal und sogar den Gürtel, um die Mattenenden nach oben zu klappen. Auf diese Weise kamen wir sicher mit den Requisiten bis zur Anlieferung des Museums. Matten2 DSCN5115

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Ort der Intervention

Vor dem Ausstellungsbereich Migration: Videobereich

Vor dem Ausstellungsbereich Migration: Videobereich

4,5 Quadratmeter stehen einem Flüchtling während des Asylverfahrens in der zugewiesenen Unterkunft zum Wohnen zur Verfügung. Die Fläche, auf der die jungen Flüchtlinge lernen, träumen, Briefe schreiben oder schlafen ist nicht viel größer als das Bett, das in dem Zimmer steht, das sie sich mit anderen Asylbewerbern teilen.

Fluchtweg: Standort Dokumentationsterminal

Fluchtweg: Standort Dokumentationsterminal

Diesen begrenzten Raum wollen alle beteiligten Jugendlichen in den Mittelpunkt ihrer Ausstellungsintervention im Themenpark der Dauerausstellung im Haus der Geschichte stellen. Matten und Bettgestelle sollen den Raum dominieren und gleichzeitig als Vitrinen und Podeste für die dokumentarischen und künstlerischen Arbeiten der jungen Kirchheimer dienen. Dafür werden im Museum Videos entfernt und durch die Aufnahmen der Jugendlichen ersetzt, Wandtexte verhüllt oder mit Projektionen überdeckt.

Ausstellungsbereich "Ein-Wandererland": Blick auf die Flüchtlingsfamilie Schirasi

Ausstellungsbereich „Ein-Wandererland“

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Chai – Beratungsstelle für Flüchtlinge

chai-Außenschild

Flüchtlingsberatungsstelle Chai im Brückenhaus
Foto: Renate Hirsch

Die Idee, dass Schüler/innen und junge Flüchtlinge gemeinsam nach den Spuren der Kirchheimer Asylgeschichte suchen sollten, war gut, die hatte uns sofort überzeugt. Und wir wollten gerne unseren Teil dazu beitragen, der vor allem darin bestand, Flüchtlinge zum Projekt einzuladen. Das Hauptproblem dabei: Wie sollten wir ihnen unser Vorhaben erklären? Wussten wir denn so genau, was sie erwartete?

Ich wünsche der entstandenen Ausstellung viele interessierte Besucher/innen. Besonders aber wünsche ich, dass bei allen Beteiligten etwas bleibt. Denn fündig geworden sind die Suchenden vor allem in der Begegnung miteinander.

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Perspektiven oder wer will wem was erzählen?

Workshop im Brückenhaus

Workshop im Brückenhaus

Im Brückenhaus, in den Räumlichkeiten von „Chai“ haben sich einige Schülerinnen und Schüler am Abend mit jungen Flüchtlingen, ihrem Lehrer Manfred Machoczek, Vanessa Molter und Andrea Kees von Chai, der Künstlerin Ülkü Süngün und mir vom Haus der Geschichte getroffen. Die Jugendlichen aus der 10. Klasse haben von ihrem langen Workshop-Nachmittag in der Schule berichtet und die Flüchtlinge gefragt, was sie in der Ausstellungsintervention über sich und über die Situation von Flüchtlingen in Kirchheim erzählen möchten.

Die Flüchtlinge aus Afghanistan und dem Iran waren unterschiedlicher Meinung über die politischen Positionen, die sie beziehen sollten: Einige wollten vor allem die Dankbarkeit gegenüber dem Land, das sie vor Krieg und Verfolgung schützt und ihnen ein Dach über dem Kopf bietet, ausdrücken. Andere eher Kritik daran äußern, dass man ihnen über Jahre hinweg lediglich 4,5 qm zum Leben zubilligt, sie zunächst nicht arbeiten und keine Deutschkurse besuchen dürfen. Eine Schülerin machte dann den Vorschlag, die unterschiedlichen Positionen in einer Pro-und-Contra-Projektion im Museum zu zeigen.

Sprache und Sprachlosigkeit waren an dem Abend immer wieder Thema. Selbst wenn die Asylbewerber sich um deutsche Sprachkenntnisse bemühen, haben sie nur wenige Gelegenheiten, das Gelernte im Gespräch mit einheimisch Deutschen anzuwenden, außerhalb der Unterkunft Kontakte zu knüpfen und Gedanken auszutauschen. Keine Sprache zu haben für das, was man erlebt hat, unterschiedlich sprechen zu müssen, um die Eltern zu beruhigen, die zurückgeblieben sind, um sich bei Behörden verständlich zu machen oder in der Schule bestehen zu können – Sprache erwies sich für die Flüchtlinge in vielen Zusammenhängen als Barriere.

02 Flüchtlinge WorkshopZwei Jugendliche sprachen am Ende doch noch vor der Kamera über das, was sie uns unbedingt mitteilen möchten: über die Schwierigkeiten, Ansprechpartner für den Anfang in Deutschland zu finden und darüber, wie anstrengend es ist, gegen den Lärm im engen Zimmer mit sehr viel älteren Mitbewohnern und auf der schmalen Matratze für die Schule zu lernen. Biographiegeschichtliche Interviews im Video, wie sie den Schülerinnen und Schülern vorschwebten, die ja aber selbst auch nicht vor der Kamera zu sehen sind, lehnten die Flüchtlinge einstimmig ab.

Wer spricht dann also, wenn alle gerne Video-Interviews einbeziehen wollen? Können wir mit Verfremdungen arbeiten? Sollten wir mehr über Sprechakte nachdenken? Oder alle vor die Kamera treten?

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Das Stadtarchiv Kirchheim unter Teck

IMG_3027-1Was hat das Kirchheimer Stadtarchiv mit Flüchtlingen und Asyl in Kirchheim zu tun? Auf den ersten Blick erstmal gar nichts. Wenn man an Stadtarchive denkt, denkt man an alte Akten und Bücher, staubige Keller und längst vergangene Zeiten. Weit gefehlt! Das Stadtarchiv verwahrt natürlich all diese alten Dinge. Durch die ständigen Kontakte in die anderen Ämter der Stadt bekommen wir aber auch stets neue Unterlagen und ergänzen außerdem durch eigene Sammlungen. Das heutige Geschehen kann morgen schon Geschichte sein.

Das Kirchheimer Flüchtlings-Projekt ist bewusst nicht auf die tagesaktuelle Situation beschränkt. Vielmehr beschäftigten sich die Schüler und Flüchtlingsjugendlichen auch mit der historischen Dimension des Themas: Seit wann gibt es Flüchtlinge in Kirchheim? Wo waren sie im Laufe der Jahrzehnte untergebracht? Welche Spuren haben sie in unserem Stadtbild hinterlassen?

Entdeckt haben wir beispielsweise nicht verwirklichte Pläne zu Flüchtlingsunterkünften, Unterlagen zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt oder allgemeine Unterlagen zu deren Betreuung und Problemen. Diese Funde fließen mit ein in die Ausstellungen im Haus der Geschichte und im Stadtmuseum. So wird das Projekt mehr als nur eine Momentaufnahme.

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Präsentation am Tag der Menschenrechte

Die Jugendlichen haben sich verschiedene Titel für ihr Projekt überlegt wie zum Beispiel „Asyl damals und heute“, „Länder treffen aufeinander“ oder „Land in Sicht in Kirchheim“.
Die deutliche Mehrheit entschied sich für „Über die Grenze und trotzdem begrenzt. Asyl in Kirchheim“. Der Titel bildet die Ambivalenz des Lebens von Flüchtlingen ab: Man hat es geschafft und ist Krieg und Verfolgung entkommen, hat die Grenze nach Europa, nach Deutschland überwunden, dennoch ist die Zuflucht unsicher und zeitlich begrenzt.

Neben dem Titel steht auch der Eröffnungstermin für die Ausstellungsintervention im Haus der Geschichte Baden-Württemberg fest: Am Tag der Menschenrechte anlässlich des Thementages „Flucht und Zuflucht. Asylgeschichten“ ist es so weit! Die „Museumsbesetzung“ wird eingerahmt von Vorträgen, Führungen, Workshops, Lesungen und Diskussionen zum Thema:

Programm 10. Dezember 2013:
Tag der Menschenrechte im Haus der Geschichte

Flucht und Zuflucht. Asylgeschichte(n)

10.00 – 11.00 Uhr
Migrationsgeschichte(n): Kuratorenführung Dr. Rainer Schimpf

11.00 – 12.30 Uhr für Schulklassen
Lesung Ali Schirasi „Die Wüste glimmt“
Kurzvortrag: Lebenswelten von Jungen und Mädchen im Iran
(Ali und Solale Schirasi)

14.00 – 15.30 Uhr
fliehen müssen: Workshop zu Zwangsmigrationen für Schulklassen

15.30 – 16.30 Uhr
Migrationsgeschichte(n): Kurzführungen

17.00 – 18.30 Uhr
Eröffnung Ausstellungsintervention
„Über die Grenze und trotzdem begrenzt. Asyl in Kirchheim“
Flüchtlingsjugendgruppe Chai;
Schülerinnen und Schüler Schlossgymnasium Kirchheim

19.00 – 21.00 Uhr
Lesung Ali Schirasi „Die Wüste glimmt“
anschließend:
Podiumsdiskussion: „Grenzen. Flüchtlinge gestern und heute“:
Moderation: Silke Arning (SWR)
Musik: Flüchtlingsband „Wüstenblume“ aus Kirchheim

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Was wollen wir erzählen?

Den ganzen Freitag Nachmittag über, als es langsam stiller wurde im Schlossgymnasium und die übrigen Schülerinnen und Schüler ins Wochenende starteten, haben sich die im Flüchtlingsprojekt engagierten Jugendlichen in einem großen Arbeitsraum mit Beamer, Whiteboard und vielen Tischen zusammengesetzt und einander die Ergebnisse ihrer Recherchen vorgestellt.

02 Was wollen wir erzählen

Container für Flüchtlinge auf dem Parkplatz des Schlossgymnasiums

In einer Ergebnis-Messe haben die Archivgruppe, die Gruppe, die zu tamilischen Flüchtlingen arbeitet, sowie die Interviewgruppen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern präsentiert, was sie bislang herausgefunden haben. Wir haben uns darauf verständigt, dass alle Recherchen in einem Dokumentations-Terminal in der Ausstellung im Haus der Geschichte zu sehen sein werden.

 

Während die Archiv-Gruppe sich ein wenig absonderte, weil sie die umfangreichen Archivalien zu den ehemaligen Unterkünften von Flüchtlingen weiter sichten und auswerten wollte, haben sich die übrigen mit ihren Freundinnen und Arbeitspartnern Gedanken darüber gemacht, wie es nun weitergehen soll. „Was wollen wir un01 Was wollen wir erzählenbedingt erzählen?“ lautete die Leitfrage zu diesem Workshopteil. Den Erfahrungen von Flüchtlingen in Zeitgeschichte und Gegenwart eine Stimme geben – das wollten die meisten der Anwesenden. Vielen war es wichtig, dass das Begrenzte, Enge, Lärm, Traumata und Ängste künstlerisch, vielleicht in einer Performance oder Lesung, allen Museumsbesuchern vor Augen geführt wird. Auch die unterschiedlichen Perspektiven von Asylbewerbern, Politikern, einheimischen Kirchheimern, Ausländerbeamten oder ehrenamtlichen Helfern auf das Thema Asyl in Kirchheim sollten deutlich werden. Viele Stimmen sollten zu hören sein.

Am Ende haben wir gemeinsam noch zwei Interviews aus den Recherchegruppen angehört bzw. angesehen, darunter ein Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten. Als dieser nicht wusste, seit wann Flüchtlinge in der jetzigen Unterkunft untergebracht werden und wer dort vorher gewohnt hat, riefen die mit dem Thema befassten Schülerinnen und Schüler sofort Daten und Fakten in den Raum. In den wenigen Wochen haben sich alle viel Wissen angeeignet über ein Thema, das auch in der professionellen Geschichtsschreibung und Geschichtsvermittlung weitgehend vernachlässigt wird.

Die Flüchtlingsgruppe konnte am Freitag nicht mit dabei sein. Einige waren zum Unterricht an anderen Schulen, oder sie hatten wegen ihrer Arbeit oder Ausbildung am Freitag keine Zeit. Eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern wird daher am nächsten Dienstag Abend im Brückenhaus von dem Workshop-Nachmittag berichten. Gemeinsam wird dann abschließend darüber diskutiert werden, wie alle Jugendlichen in dem Projekt vorkommen wollen und welche Fragen, Perspektiven und Themen ihnen am wichtigsten sind.

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Spurensuche in den Straßen der Stadt

03 Spurensuche

Expertengruppen bilden sich im Verein Chai

Es war ein sehr verregneter Spätnachmittag im Oktober – aber alle waren gekommen: Schülerinnen und Schüler des Schlossgymnasiums sowie die Mitglieder der Flüchtlingsjugendgruppe versammelten sich dicht gedrängt in den engen Räumlichkeiten von Chai im Kirchheimer Brückenhaus.

Zunächst wurden die Expertengruppen gebildet: Alle Teilnehmenden hatten sich zu Hause mit einem Ort der Asylgeschichte beschäftigt und waren nun als Expertin oder Experte in der Gruppe für das Gebäude oder Denkmal zuständig. Die meisten hatten festgestellt, dass man – anders als zu anderen Orten der Stadtgeschichte – im Internet oder an den Gebäuden selbst keinen Hinweis auf die ehemalige Unterkunft oder den ersten Treffpunkt des Arbeitskreises Asyl findet. So hatten sich die Rechercheure vor allem Fragen an die Orte aufgeschrieben, die sie den anderen beim Rundgang präsentieren wollten.

Eine Schülerin meinte, dass sie der Rundgang an Orte führe, die sie noch nie gesehen habe, obwohl Kirchheim doch eine Kleinstadt und sie hier geboren sei. Das sei wie eine alternative Stadtführung zu lauter ungewöhnlichen Plätzen. Nicht-Orte sind die Stationen der Flüchtlingsgeschichte der Stadt also weitgehend, aber das gilt nicht für alle Gebäude unseres Rundgangs. Das Rathaus kannten natürlich alle, allerdings weniger als Sitz der Ausländerbehörde. Hier haben die jungen Flüchtlinge erzählt, wie oft sie dort sind, wenn sie ihren Ausweis verlängern lassen müssen oder versuchen, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Vor der „Bastion“

Natürlich sind wir auch zur aktuellen Flüchtlingsunterkunft gegangen, dem gegenwärtigen Wohnort von einigen der Teilnehmer des Rundgangs. Während manche einfach ein wenig von der Unterkunft erzählten, davon, mit wem sie ein Zimmer teilen oder dass es niemals ganz still ist mit so vielen Menschen auf so wenig Raum (4,5 qm pro Person), führten andere ihre Gruppe direkt in ihr Zimmer und stellten die Mitbewohner vor.

Schild am Flüchtlingsbaum

Schild am Flüchtlingsbaum

Seit einiger Zeit gibt es auch einen Gedenkort zum Thema Asyl in Kirchheim, den wir ebenfalls aufgesucht haben: Der Flüchtlingsbaum am Fuß des Veranstaltungsortes „Bastion“, den der Arbeitskreis Asyl 2008 errichtet hat, erinnert an die Flüchtlinge in der Stadt.Obwohl wir alle sehr nass geworden sind, haben wir viele neue Eindrücke mitgenommen, eine neue Sicht auf die Stadt und die Menschen, die hier Zuflucht suchen.

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Auftakt im Museum

Foto: Ülkü Süngün

Foto: Ülkü Süngün

Nach einem Kennenlerntermin der Klassen 10a und 10d des Schlossgymnasiums und der Jugendgruppe des Flüchtlingsvereins Chai im Sommer im Begegnungszentrum „Brückenhaus“ ging es am 27. September 2013 richtig los mit unserem Projekt:

 

 

Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg recherchierten die Jugendlichen in kleinen Gruppen Flüchtlingsgeschichte im Rahmen der 200 Jahre Landesgeschichte umfassenden Dauerausstellung des Museums. Welche Objekte erzählen Geschichten von Zwangsmigrationen, in welchen Erzählzusammenhängen sind die Exponate präsentiert? Welche Fragen haben die Jugendlichen an die Objekte? Wie beurteilen sie die Inszenierungen im Museum? Welche Dinge finden die jungen Geschichtsforscher interessant und welche sprechen sie weniger an?

Foto: Ülkü Süngün

Foto: Ülkü Süngün

Die Ergebnisse der selbst bestimmten Rundgänge präsentierten die Gruppen einander im Kinosaal des Hauses der Geschichte. Anschließend ging es in den Themenpark des Museums zum Bildraum „Ein-Wandererland“. Dort werden die Geschichte(n) von Migrantinnen und Migranten erzählt, die Südwestdeutschland verlassen haben oder zugewandert sind. Und hier soll auch die Ausstellungsintervention der Kirchheimer Gruppe stattfinden. In, über und zwischen die stilisierten Schrankkoffer werden die Jugendlichen ihre Sichtweisen stellen, bauen oder projizieren.

Besonders berührt hat alle die Geschichte von Marjam Schirasi, die 1987 im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie aus dem Iran in den Südwesten kam. Ihr Vater Ali gehörte der Opposition gegen den Schah und gegen das nachfolgende Chomeini-Regime an und war deswegen mehrere Jahre lang inhaftiert. Das Haus der Geschichte stellt einen Brief des Vaters aus dem Gefängnis und die Lieblingskassette von Marjam aus, die von einem aserbaidschanischen Freiheitshelden handelt. Die Jugendlichen hatten viele Fragen zu der Geschichte. Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, können die Jugendlichen die Eltern von Marjam, Ali und Solale Schirasi, auch persönlich kennen lernen. Am Thementag zu Flucht und Asyl im Haus der Geschichte wird Herr Schirasi für eine Lesung und für Gespräche im Museum zu Gast sein.

Im Ausstellungsbereich „Migration“
Foto: Ülkü Süngün

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Workshop mit Frau Süngün und Frau Gritschke

Schloss1 DSCN5224Nachdem wir uns alle an einem Nachmittag in der Schule versammelt hatten, besprachen wir die Einzelheiten zu den Ausführungen des Projekts. Frau Gritschke vom Haus der Geschichte und die Künstlerin Frau Süngün hatten uns zunächst in einzelne Expertengruppen aufgeteilt und wir sollten den anderen Schülern die bereits recherchierten Informationen und unsere Erfahrungen mitteilen.

Dabei kamen auch viele neue Ideen zustande, die wir auf großen Plakaten festhielten. Die Plakate wurden vor allen präsentiert und die Ideen wurden von Frau Süngün notiert und kommentiert.Schloss2 DSCN5227

Frau Süngün stellte uns Umsetzungsmöglichkeiten vor und regte damit wiederum unsere Kreativität an. Am Ende haben wir uns für einige Themen entschieden und einen neuen Termin im Kunstunterricht vereinbart, an dem wir uns noch einmal hartnäckig mit diesen Sachen beschäftigen werden.

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